Engagement für den Schutz von bedrohten Wäldern in Afrika und der Genuss eines dampfenden Kaffees muss sich nicht länger ausschließen. Denn der Anbau der edlen Bohne erfolgt nicht zwangsweise in Monokulturen mit ihren falten Folgen für die Umwelt. Ein einfallsreicher Kaffeehändler aus Freiburg hat einen Weg gefunden, armen Bauern in Äthiopien zu helfen, die Natur zu schützen und mit dem Vertrieb des dort heimischen Wildkaffees Geld zu verdienen.
Den Kaffeesammlern in Bonga brachte ihre rote Bohne im Jahr 2007 rund 60 Prozent mehr als den Weltmarktpreis und im vergangenen Jahr das Doppelte. Von Anfang an, sagt Florian Hammerstein, sei es ihm nicht allein um das Geschäft mit der Mischung aus Genuss und reinem Gewissen gegangen. »Ich wollte den Kleinbauern einen Weg in die positiven Dimensionen der Globalisierung ebnen«, sagt er, »damit sie deren negativen Wirkungen nicht mehr mittellos ausgeliefert sind.«
In dem Artikel wird der Versuch dargelegt, die Kleinbauern als Vertragspartner basisdemokratisch zu organisieren und durch besondere Auflagen sanft zur Pflege ihrer traditionellen sowie nachhaltigen Anbaumethoden zu verpflichten. Die Autorin schließt dazu sympatisch realistisch: "Die Naturschützer werden nur darauf achten müssen, dass der Erfolg nicht paradoxerweise neuen Raubbau begründet."



